Edelstahl-Anlagenbau für die Milchverarbeitung

Wenn das Lebensmittel nicht in der gewünschten Qualität in der Abfüllung ankommt, liegt das selten am Rezept – sondern fast immer am Verarbeitungsprozess und dem Einfluss der Rohrleitungsführung und -befahrung. Die Milchverarbeitung verzeiht gerade bei der Rohrleitungsausführung keine mechanischen Fehler. Aggressive Molke, Vibrationen und höchste Hygieneanforderungen machen den Anlagenbau in Molkereien zur Maßarbeit. Die STW GmbH fertigt Edelstahl-Skids und Rohrleitungssysteme, die Ihre Medien schonen, Produktverluste minimieren und für Anhaftungen keine Angriffsfläche und somit gute Reinigbarkeit oder auch Molchbarkeit bieten.

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Produktschonung und verlustfreie Molchtechnik

Die Konsistenz von Molkereiprodukten ist extrem sensibel. Jede harte Kante und jede schlecht ausgeführte Schweißnaht im Rohrnetz ist ein Risiko für das Endprodukt und damit auch für die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Erhalt empfindlicher Stückigkeiten: Fruchtstücke sollen in gewünschter Größe und Optik im Joghurt ankommen. Jeder Reibungspunkt zerstört Struktur oder ändert die Form.

Effiziente Produktzurückgewinnung: Der Molch schiebt wertvolle Medien wie Fruchtpüree aus und sorgt dafür, dass wenig Produktverlust generiert wird. So können die Leitungen ohne Rückstände sauber gespült werden. Sind Schweißnähte im Rohrinneren zu erhaben, entsteht an diesen Engstellen ein mechanischer Schereffekt. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass das Produkt in Konsistenz und Optik negativ beeinflusst wird, oder der Molch sehr schnell verschleißt und damit hohe laufende Kosten einhergehen.

Aseptische Sicherheit: Keine Kompromisse am Ventilknoten

Aseptische Doppelsitzventile sind das Herzstück der mikrobiologischen Sicherheit in Molkereien. Diese sensiblen Bauteile verzeihen jedoch keine mechanische Belastung. Werden die angeschlossenen Rohre unter Spannung montiert, verzieht sich das Ventilgehäuse und das Ventil klemmt, wird undicht oder das Oberteil lässt sich nach der Wartung nicht mehr montieren.

Spannungsfreie Sammelrohre:

Anstatt Standard-T-Stücke einzuschweißen, halsen wir Sammelrohre gezielt selbst aus. Diese Technik reduziert Schweißnähte und somit die thermische Belastung und ermöglicht einen spannungsfreien, langlebigen Aufbau komplexer Ventilknoten.

Tangentiale Rohrabgänge per Rohrlaser:

Für strömungsoptimierte Installationen ermöglicht unser Rohrlaser hochpräzise Schnittgeometrien, so nutzen wir zum Beispiel bei Ringleitungen tangentiale T-Stücke mit 45°-Abgängen, die wir selber herstellen

Kontrollierte Schweißfolge:

Thermische Vorbelastung wird durch eine fachgerechte Vorbereitung, die Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen und der richtigen Arbeitsreihenfolge beim Zusammenschweißen gesteuert, um ein Verziehen der Baugruppe von vornherein zu minimieren.

Verhindern Sie klemmende Ventile durch spannungsreduziert gefertigte Rohrleitungssysteme.
Erfahren Sie mehr über unsere Rohrlaser-Technik.

Beständigkeit gegen Molke, Eiweiß und Vibrationen

Molkereiprozesse fordern Edelstahl massiv heraus. Ob mechanische Belastung durch Druck und Temperaturwechsel oder chemische Belastung durch das Produkt und die Reinigung – die Verarbeitungsqualität muss kompromisslos sein.

Schutz vor Vibrationen

Hochdruckhomogenisatoren übertragen extreme Vibrationen auf das Rohrnetz. Unser Halterungs- und Gestellbau folgt dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, um wirtschaftlich zu bauen und den laufenden Aufwand, wie z. B. bei der Außenreinigung so gering wie möglich zu halten. Wir verwenden ausschließlich geschlossene Rund- oder Vierkantprofile ohne offene Konturen oder Hinterschnitte, in denen sich Schmutz sammeln könnte.

Prävention von Lochfraß

Aggressive Mediengreifen selbst hochwertigen V4A-Stahl an, wenn er nicht richtig verarbeitet ist. Wir begegnen diesem Risiko durch eine akribische Schweißnahtvorbereitung, das konsequente Formieren beim Schweißen und eine exakte Nachbearbeitung von Anlauffarben.

Vermeidung von Milcheiweiß-Anbrennungen

Um Anbrennungen von z. B. Milcheiweiß in Erhitzer-Anlagen an rauen Oberflächen zu vermeiden. Werden Schweißnähte konsequent auf die Ausführungsqualität kontrolliert und auf Kundenwunsch auch durchgängig dokumentiert..

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FAQ: Häufige Fragen zum Anlagenbau in der Milchverarbeitung

Der Molch dient in erster Linie der Produktzurückgewinnung (z. B. bei Sahne oder Frucht). Eine erhabene Schweißnaht wirkt wie eine Barriere. Sie bremst den Molch, verursacht massiven Verschleiß an den Molchlippen und erzeugt einen Schereffekt, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass das Produkt negativ beeinflusst wird und nicht die gewünschte Abfüllqualität erreicht wird.

Aseptikventile unterliegen hohen Temperatureinflüssen bei Produktion, Reinigung und Sterilisation. Wird das Rohrnetz bereits unter mechanischer Spannung installiert oder die Temperatureinflüsse nicht berücksichtigt, überträgt sich dies auf den Ventilkörper und “verzieht” ihn. STW reduziert die thermische Vorbelastung durch selbst ausgehalste Sammelrohre und achtet auf eine spannungsfreie Montage.

Chemisch aggressive Medien wie salzhaltige Molke greifen V4A-Stahl an Schwachstellen an. STW schützt die Anlage durch eine fachgerechte Verarbeitung: saubere Nahtvorbereitung, konsequentes Formieren während des Schweißprozesses und die penible Nachbearbeitung der Schweißnähte.