Orbitalschweißen für anspruchsvolle Rohrleitungssysteme

In Branchen wie der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik oder der Reinstmedienversorgung entscheiden die Schweißnähte über die Reinheit und Sicherheit des gesamten Systems. Überall dort, wo manuelle Schweißverfahren an ihre Grenzen stoßen oder die geforderte Dokumentationspflicht nicht erfüllen können, ist das maschinelle Schweißen die technologische Lösung. Die STW GmbH setzt moderne Orbitalschweißanlagen ein, um Edelstahlrohre absolut präzise und fehlerfrei miteinander zu verbinden. Als zertifizierter Schweißfachbetrieb garantieren wir reproduzierbare Ergebnisse, glatte Innenoberflächen und eine lückenlose Erfassung aller Prozessdaten für Ihre Anlagenvalidierung.

Kontrolliertes Gasmanagement für oxidfreie Schweißnähte

Ein kritischer Faktor beim Schweißen von Edelstahl ist der vollständige Ausschluss von Sauerstoff an der Nahtrückseite. Wenn während des Schweißvorgangs Restsauerstoff im Rohr verbleibt, kommt es zu Oxidationen, den sogenannten Anlauffarben. Diese porösen Oxidschichten zerstören die lokale Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls und bilden spätere Ansatzpunkte für Lochfraß.

STW steuert diesen Prozess über ein exaktes Gasmanagement. Vor dem Zünden des Lichtbogens wird das Rohrinnere mit hochreinem Argon als Formiergas gespült. Mithilfe digitaler Restsauerstoff-Messgeräte überwachen wir die Atmosphäre im Rohr in Echtzeit. Der Schweißprozess wird von der Steuerung erst dann freigegeben, wenn der Restsauerstoffgehalt stabil unter den geforderten Grenzwert von oft weniger als 40-50 ppm (parts per million) gesunken ist. Dies stellt sicher, dass die Werkstoffeigenschaften von Legierungen wie 1.4404 oder 1.4435 auch im Nahtbereich vollständig erhalten bleiben.

Mechanische Rohrvorbereitung als Basis für fehlerfreie Rundnähte

Im Gegensatz zu einem manuellen Schweißer kann eine automatisierte Orbitalschweißanlage während des Prozesses nicht flexibel auf Toleranzen oder ungleichmäßige Spaltmaße reagieren. Die Qualität der fertigen Schweißnaht wird daher maßgeblich durch die sorgfältige mechanische Vorbereitung der Rohrenden bestimmt.

STW setzt für das Ablängen der Rohrsegmente spezielle Orbitalsägen ein, die einen absolut rechtwinkligen und verzugfreien Schnitt garantieren. Im anschließenden Arbeitsschritt werden die Stirnflächen mit Werkzeug mechanisch bearbeitet, um Grate vollständig zu entfernen und eine exakt definierte Planfläche zu erzeugen. Diese präzise Vorbereitung ermöglicht ein absolut spaltfreies Zusammenfügen der Rohre vor dem Schweißvorgang. Nur durch diesen fehlerfreien Formschluss ist gewährleistet, dass die Schweißlippe der Orbitalanlage das Material gleichmäßig erfasst und eine homogene, fehlerfreie Durchschweißung erzielt wird.

Schutz vor Verformung

Beim Verschweißen von hochwertigen, austenitischen Edelstahlrohren spielt die Wärmeeinbringung eine entscheidende Rolle. Zu viel Hitze verändert das Gefüge des Metalls und schwächt die Korrosionsbeständigkeit. Unsere computergesteuerten Orbitalschweißsysteme regeln den Schweißstrom und die Geschwindigkeit vollautomatisch. Das geschlossene Gehäuse des Schweißkopfs umschließt das Rohr komplett, sodass der Lichtbogen in einer kontrollierten Schutzgasatmosphäre kreist. Durch diese exakte Steuerung wird die Wärmeentwicklung auf ein Minimum reduziert. Das schützt den Edelstahl vor Gefügeveränderungen, verhindert Materialverformungen und sichert die Langlebigkeit der Rohrleitung im täglichen Betrieb.

Qualitätsmerkmale der maschinellen Schweißtechnik

Das maschinelle Orbitalschweißen natürlich entsprechende Vorteile gegenüber dem klassischen händischen Schweißen:

Konstante Reproduzierbarkeit:

Jede einzelne Schweißnaht wird mit den gleichen, vordefinierten Parametern gefertigt, wodurch menschliche Einflussfaktoren ausgeschlossen sind.

Integrierte Datenerfassung:

Die Steuerung der Schweißanlage zeichnet alle Prozessdaten lückenlos auf und stellt sie für eine umfängliche Dokumentation bereit.

Formiergasschutz:

Die kontinuierliche Spülung des Rohrinneren mit Formiergas und die geschlossene Schweißkassette verhindert die Bildung von Anlauffarben und Oxidschichten an der Nahtinnen und -außenseite

Zerstörungsfreie Prüfung:

Die Qualitätskontrolle erfolgt direkt im Anschluss, unter anderem durch den Einsatz digitaler Videoendoskopie zur Sichtprüfung der Innenwandung.

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Zertifizierte Qualität aus einer Hand

Hochwertige Rohrleitungen für sensible Medien verzeihen keine handwerklichen Unregelmäßigkeiten. Mit dem Orbitalschweißverfahren der STW GmbH erhalten Sie Schweißverbindungen auf konstant hohem Qualitätsniveau. Als zertifizierter Schweißfachbetrieb vereinen wir moderne Anlagentechnik mit strenger Qualitätskontrolle und liefern Ihnen ein komplett dokumentiertes, betriebssicheres Rohrleitungssystem, das alle industriellen Normen erfüllt.

Häufig gestellte Fragen zum Orbitalschweißen

Beim manuellen WIG-Schweißen führt der Schweißer den Brenner von Hand um das Rohr, was zu Unregelmäßigkeiten führen kann. Beim Orbitalschweißen greift ein mechanisches System, das den Brenner vollautomatisch, computergesteuert und in konstanter Geschwindigkeit um das Rohr herumführt. Das Ergebnis ist eine absolut gleichmäßige Schweißnaht.

Die STW GmbH ist ein geprüfter Schweißfachbetrieb nach dem Regelwerk AD 2000 (Merkblatt HP 0 und HP 100 R).Zudem verfügen wir über Schweißzertifikate nach DIN EN ISO 3834-2 sowie EN 1090-2. Diese Qualifikationen berechtigen uns zur Fertigung von Rohrleitungen mit hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen.

In der Pharmaindustrie müssen alle produktberührten Systeme strengen Validierungsvorschriften (GMP/FDA) entsprechen. Da unsere Orbitalschweißanlagen jeden Schweißvorgang mit allen Parametern wie Stromstärke, Spannung und Gasmenge digital protokollieren, erhalten Sie einen lückenlosen, fälschungssicheren Nachweis für jede einzelne Schweißnaht im System, welches dann als Gesamtdokumentation bereitgestellt werden kann.

Nach dem Verschweißen von Rohrleitungen nutzen wir die zerstörungsfreie Sichtprüfung (VT) mittels digitaler Videoendoskopie. Dabei wird eine hochauflösende Kamera in das Rohr eingeführt, um die Qualität der inneren Schweißnahtwurzel flächendeckend zu prüfen. Jede Prüfung kann als Video- oder Bilddatei aufgezeichnet und der Projektdokumentation beigelegt werden.

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