Rohrleitungssysteme für chemische Prozessanlagen – die Naht entscheidet
Bei Rohrleitungen, die Säuren, Laugen oder Prozessgase führen, ist die Schweißnaht keine Formsache. Sie entscheidet über Betriebssicherheit, Reinigbarkeit und Genehmigungsfähigkeit. STW plant, fertigt und montiert Prozessrohrleitungen aus Edelstahl nach AD 2000 und DGRL 2014/68/EU – mit automatisierter Orbitalschweißtechnik, über 25 Jahren Erfahrung im industriellen Rohrleitungsbau und Dokumentation bis zu 100 % für behördliche Abnahmen.
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Was Behörden und Auditoren bei der Abnahme sehen wollen
Anlagenbetreiber in der Pharmaindustrie, Kosmetik und Feinchemie tragen Betreiberpflichten nach BetrSichV und DruckbehV. Wer als Betreiber die falsche Firma beauftragt, haftet im Schadensfall selbst – auch wenn die Anlage von einem Dritten gebaut wurde.
AD 2000 und DGRL 2014/68/EU: Die Zulassung, ohne die kein Druckgerät abgenommen wird
Die Zertifizierung nach AD 2000-Merkblatt HP 0 / HP 100 R berechtigt STW zur Herstellung druckführender Bauteile gemäß Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU. Geprüft werden die werkseigene Produktionskontrolle und die Qualifikation aller schweißtechnischen Mitarbeiter. Das Ergebnis ist ein Nachweis, der vor Behörden und Betreiber-Auditoren standhält.
Lückenlose Rückverfolgbarkeit – für Auditoren und für den Ernstfall
Die DIN EN ISO 3834-2 regelt, dass schweißtechnische Arbeiten überwacht und vollständig dokumentiert werden. Jede Naht ist über Materialcharge, Schweißer-ID und Prüfprotokoll rückverfolgbar. Diese Dokumentationstiefe ist keine bürokratische Pflichtübung – sie ist eine Absicherung gegen Regressforderungen, wenn es darauf ankommt.
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Korrosive Medien verzeihen keine Nahtfehler
Edelstahl 1.4301 und 1.4404 – und wenn das Medium mehr verlangt
Für die Mehrzahl chemischer Anwendungen in der Feinchemie, Wasseraufbereitung und Lebensmittelproduktion kommen die austenitischen Edelstähle 1.4301 und 1.4404 zum Einsatz. Bei konzentrierten Säuren, Chlorverbindungen oder extremen Temperaturbereichen – wie sie in der Feinchemie oder pharmazeutischen Produktion auftreten – werden anforderungsspezifische Sonderlegierungen verarbeitet.
Orbitalschweißen: Reproduzierbare Qualität, unabhängig vom Tagesfaktor
Hand-Schweißungen an Druckleitungen hängen von vielen Einflussfaktoren ab und hinzu kommt der menschliche Faktor in puncto Erfahrung, Tagesform und Zugangssituation. Die mechanisierte WIG-Orbitalschweißtechnik eliminiert diese Variable. Nahtfehler nach DIN EN ISO 5817 – Wurzelrückfall, Überhöhungen, Poren – werden systematisch reduziert. Das Ergebnis sind glatte Rohrinnenflächen ohne Ablagerungsstellen: reinigungsfreundlich, validierbar, nachweisbar.
Jede Stunde Stillstand hat einen Preis. Vorfertigung senkt ihn.
Wer Rohrleitungsarbeiten komplett auf der Baustelle abwickelt, zahlt mehr: für die Stunden der Monteure und für den stehenden Betrieb. Die Verlagerung von Fertigungsschritten in die Werkstatt ist die direkteste Stellschraube gegen unnötige Stillstandszeiten – ob bei Revisionen, Umbauten im laufenden Betrieb oder Neuanlagen im Chemieanlagenbau.
Kollisionen am Bildschirm finden – nicht beim Einbau
Rohrleitungstrassen werden vor Fertigungsbeginn dreidimensional konstruiert, bevor Material bestellt wird. Isometrien und Stücklisten entstehen direkt aus dem Modell. Konflikte mit bestehender Anlagentechnik werden in der Planungsphase erkannt – und nicht erst vom Monteur auf der Baustelle.
Montagefertig angeliefert: einbauen statt nacharbeiten
Rohre, Bogenstücke und Ventilknoten verlassen unsere Werkstatt auf Einbaumaß gefertigt. Vor Ort entfällt das Anpassen – die Einbauzeit verkürzt sich messbar, die Fehlerquellen reduzieren sich entsprechend.
Womit STW arbeitet – auf einen Blick
| Parameter | STW-Standard |
|---|---|
| Werkstoffe | Edelstahl 1.4301, 1.4404, Sonderlegierungen nach Anforderung |
| Nennweiten | DN 6 bis DN 700 (andere Nennweiten auf Anfrage) |
| Wandstärken | 1 mm bis 3 mm (größere Wandstärken auf Anfrage) |
| Schweißverfahren | WIG-Orbital (mechanisiert), MIG, Handschweißen |
| Konstruktion | 3D-Planung und Isometrie-Erstellung |
| Prüfverfahren | Druckprüfung, Leckagetest, zerstörungsfreie Schweißnahtprüfung |
| Dokumentation | Projektspezifisch bis 100 % – inkl. EN 10204-3.1, Schweißprotokolle, Prüfberichte |
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Von der Anfrage bis zur Druckprüfung: vier Phasen, ein Ansprechpartner
1.Technische Prüfung
Prozessdaten oder Vorplanung werden auf fertigungstechnische Umsetzbarkeit geprüft. Schnittstellenprobleme, die später Nacharbeit erzeugen, werden hier erkannt – bevor sie Kosten verursachen.
2.3D-Konstruktion
Aufmaß vor Ort, Abstimmung der Trassenführung, Erstellung des digitalen Modells. Es entsteht die verbindliche Grundlage für Fertigung, Montage und Dokumentation – ohne Interpretationsspielraum.
3.Werkstattfertigung
Zuschnitt, Biegen, Schweißen und werksinterne Qualitätskontrolle. Alle Nähte dokumentiert, alle Chargen rückverfolgbar – abnahmebereit, bevor das erste Segment die Werkstatt verlässt.
4.Montage und Abnahme
Einbringung der vorgefertigten Segmente, Endverschweißung durch zertifizierte Fachkräfte, Druckprüfung, Übergabe der vollständigen Dokumentation. Inbetriebnahme und Revision auf Termin geplant.
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Schicken Sie uns Ihre Projektinformationen – STW prüft die Machbarkeit und erstellt ein belastbares Angebot.
Was Planer und Betriebsleiter uns am häufigsten fragen
Materialprüfzeugnisse nach EN 10204-3.1, Schweißnahtprotokolle, Isometriepläne sowie Berichte zu Druck- und Dichtigkeitsprüfungen – projektspezifisch bis zu 100 % Nachweistiefe. Die Zertifizierungen nach AD 2000-Merkblatt HP 0 und HP 100 R sowie DIN EN ISO 3834-2 bilden die formale Grundlage gemäß DGRL 2014/68/EU.
Nähte werden nach DIN EN ISO 5817 bewertet. Zum Einsatz kommen zerstörungsfreie Prüfverfahren wie Endoskopie, Druckprüfung und bei Bedarf Röntgenprüfung. Die Orbitalschweißtechnik stellt bereits prozessseitig sicher, dass fehlerrelevante Abweichungen systematisch reduziert werden.
Durch maximale Vorverlagerung in die Werkstatt: 3D-Planung sichert Maßgenauigkeit, CNC-Fertigung und Laserschnitt produzieren montagefertige Segmente. Vor Ort wird eingebaut und verschweißt – kein Anpassen, kein Warten auf Nachfertigung.
STW bearbeitet Einzelanfertigungen als Baugruppe ebenso wie vollständige Prozessrohrleitungssysteme für Neuanlagen, Revisionen und Umbaumaßnahmen.
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